VS-pCoq Net

Die regelbasierte Netzsteuerung

Netzsteuerungen erfassen und beobachten den Verkehr, entscheiden und befehlen auf zentraler Ebene. Die hier gewonnene Information wird dazu verwendet, die Steuergeräte in der Feldebene mit zusätzlichen Informationen zu versorgen. Dadurch werden ihre Regelentscheide verbessert. Eine regelbasierte Netzsteuerung setzt die Beobachtungen über feste Regeln aus Tabellen in Befehle an die Steuergeräte um. Im einfachsten Fall sind dies Programmumschaltungen, im fortschrittlichsten Fall Umparametrierungen des Steuer- oder Regelverfahrens.

Taktische und operative Ebene

Netzsteuerungen können die Intelligenz zur Regelung des Verkehrs auf zwei Ebenen verteilen:

  • Die Netzebene, oder auch taktische Ebene genannt, hat die Übersicht über ein Gebiet oder gar eine ganze Stadt.
  • Die lokale Steuergeräte-Ebene, auch operative Ebene genannt, befindet sich auf den Steuergeräten und kümmert sich um die Details der Regelung für jeden Knotenpunkt.

Auf der operativen Ebene wird weiterhin lokal optimiert, jedoch unter den Rahmenbedingungen, die von der Netzsteuerung gegeben werden. 

Auf Netzebene ist mehr Information über den Verkehr bekannt, so dass mit einer Netzsteuerung ein globales Optimum der Regelung gefunden werden kann.

Der Entscheidungsfluss

VS-pCoq Net

Auf Basis von Signalgruppen- und Detektormesswerten werden Verkehrszustände in definierten Beobachtungsabschnitten ermittelt. Sie beinhalten neben Zählwerten auch Qualitätsmessgrößen wie Verlustzeiten, Staulängen oder genutzte Grünzeiten.

VS-pCoq Map

Die Beobachtungen werden hier visualisiert und verkehrstechnisch bewertet. Hier werden auch die Auswertungen für VS-pCoq Net graphisch anhand topologischer Informationen parametriert.

VS-pCoq Pattern

Hier werden Verkehrssituation in einzelnen Zonen des Netzes erkannt. Die zu erkennenden Verkehrssituationen von Zonen, allfällige Störfälle und kritische Situationen werden durch Parameter beschrieben und über Situationsnummern adressiert. Situationsnummern können einer verkehrsabhängigen Makrosteuerung als Eingang dienen.

VS-pCoq Control

Eine Feinoptimierung anhand der Verkehrssituationen und allfälliger lokaler und netzbezogener Randbedingungen führt zur Wahl der besten Programme oder zur Auslösung eines direkten Befehls für die Knotensteuerungen.

Entwicklung und Einsatz

Die einzelnen Knotenregelungen werden in der VS-WorkSuite entwickelt:

  • Im VS-Wizard werden die topologischen Angaben editiert.
  • In VS-Freestyle werden eventuelle Modifikationen entwickelt.
  • Die VS-WorkSuite ist für die Versorgung der Steuergeräte zuständig. Hier können auch sämtliche Parameter-Details nachbearbeitet werden.

Die regelbasierte Netzsteuerung wird in einer Projektierungsinstanz von VS-pCoq Map parametriert.

  • Dazu gehört das Netzwerk, aus welchem sich die Parameter für VS-pCoq herleiten.
  • Dazu gehören auch die Gewichtungen für die Beobachtungen (VS-pCoq Map), Definitionen der Situationen (VS-pCoq Pattern) und die Tabelle der Reaktionen (VS-pCoq Control).

Im Einsatz übernimmt ein Server mit VS-pCoq Net die regelbasierte Netzsteuerung und kommuniziert via OCIT-I PD mit den Steuergeräten.

Simulation

Abweichend in der Simulationsumgebung ist,

  • dass die Steuergeräte durch VS-Emulatoren vertreten werden und
  • dass der VS-OIPDserver die Rolle des OCIT-I PD-Servers im Verkehrsrechner übernimmt.

VS-pCoq Net ist in Einsatz und Simulation identisch. In der Simulation kann VS-pCoq Net auch im Zeitraffer betrieben werden.

Systemschema für Entwicklung und Einsatz

Systemschema für die Simulation

Kontakt

Bitte benutzen Sie das Kontaktformular, um mehr Information über dieses Produkt oder eine Demo-Version anzufordern.

 

Produktblatt

Sie können mit folgendem Link auf die PDF-Version dieses Artikels zugreifen:
VS-pCoq_Net_Produktblatt_DE  [PDF, 182 KB]