1. AUSGANGSLAGE

Die Förderung des öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ist eine der heutigen Hauptaufgaben im Bereich der Lichtsignalsteuerungen. Verschiedene Städte sind politisch verpflichtet, Beschleunigungsmassnahmen zugunsten des ÖPNV zu planen und zu realisieren. Dabei müssen eine Vielzahl von Lichtsignalanlagen von der weitverbreiteten Festzeitsteuerung auf Verkehrsabhängigkeit umgestellt werden.

Daraus ergibt sich ein grosser Bedarf an Planungsarbeiten. In der Folge sind noch grössere Realisierungsarbeiten zu erwarten und später - dies muss bereits heute beachtet werden - ist mit einem erhöhten Pflegeaufwand zu rechnen. Dies alles heisst also, dass im Bereich der Erstellung und Pflege von verkehrsabhängigen Lichtsignalanlagen ein grosses Volumen an Arbeit zu bewältigen ist.

Diese Arbeiten haben erhebliche Kosten zur Folge. Den Kosten steht aber die heutige, angespannte Finanzlage des öffentlichen Haushaltes entgegen. Zudem zeigen sich auch gewisse Engpässe im Bereich der Planungskapazitäten.

Um trotz dieses schwierigen Umfeldes der politischen Forderung nach Beschleunigungsmassnahmen zugunsten des ÖPNV Folge leisten zu können, sind alle an diesem Prozess Beteiligten verpflichtet, die 


Kosten zu senken.


Eine Kostensenkung wird mit Rationalisierung erreicht. Sie kann in verschiedenen Formen angestrebt werden. Zum einen kann der administrative Ablauf rationalisiert und der Arbeitsablauf automatisiert werden.

Aus verkehrstechnischer Sicht ist es allein schon aus Kostengründen sowie in Anbetracht der grossen Menge an zu planenden Lichtsignalsteuerungen nicht mehr angebracht, dass jede Steuerung zu einer Einzelanfertigung wird. Somit müssen die verkehrstechnischen Lösungen standardisiert werden.

Dieser Umstand wurde seit einiger Zeit erkannt und führte zu einer Modularisierung der Steuerungslogiken. Hinzu kamen Werkzeuge, welche einerseits die Beschreibung des Steuerungsablaufes unterstützen und zum anderen die Schlüssigkeit der verkehrstechnischen Vorgaben wesentlich verbessern. Diese Methoden rationalisieren und automatisieren sehr wohl den Arbeitsablauf. Die Erzeugung einer Steuerungslogik bleibt jedoch in den meisten Fällen eine "Einzelanfertigung". Zudem besteht ein wesentlicher Teil der Tätigkeit des Verkehrsingenieurs aus programmiertechnischer Arbeit.

VS-PLUS unterscheidet sich von der herkömmlichen Arbeitsweise; 


VS-PLUS geht neue Wege.


Neben der Zielsetzung der allgemeinen Kostensenkung will VS-PLUS den Verkehrsingenieur vermehrt von der reinen programmiertechnischen Arbeit entlasten und ein grosses Gewicht der verkehrstechnischen Qualitätssicherung zuteilen.