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Abschnitt: ein Abschnitt ist ein Stück ®Fahrweg, auf welchem ein ®Teilnehmer nicht durch ®Ampeln aufgehalten werden kann. Am Ende eines Abschnittes steht immer eine Ampel. Eine ®Kreuzung zerfällt demnach in eine Vielzahl von Abschnitten, welche auch ihre ®Zufahrtswege sind.
Ampel: ein Lichtsignal, welches alle ®Teilnehmer auf dem ihm zugeordneten ®Fahrweg zum Halten veranlassen kann.
Band: Bezeichnung einer Relation in der Datenbank von GRADESS.
Bedienzeit: ®Bearbeitungszeit einer ®Ressource für einen Customer.
Bild oder Phasenkombination: eine Kombination von ®Spuren, die nicht ®feindlich zueinander sind, ist ein Bild. Dieselbe Spur darf durchaus in verschiedenen Bildern vorkommen.
Breitensuche: Arbeitsweise eines Algorithmus in einem Lösungsbaum, der in jedem Punkt, in welchem Äste spriessen, zuerst alle direkt folgenden Äste berechnet und erst dann einen Ast weiterverfolgt; er versucht auch, mit allen Berechnungen etwa gleich weit entfernt von der Wurzel zu bleiben. Das Gegenteil ist ®Tiefensuche.
Customer: Eine Einheit, welche durch ein Warteschlangen-System verkehrt, in ®Warteschlangen Halt machen kann und in ®Ressourcen bearbeitet wird.
Detektor: Sensor, der reagiert, wenn er von einem Fahrzeug überfahren wird.
Fahrweg: hier verkehren die ®Teilnehmer. Meist entspricht er einer Fahrspur auf der Strasse, kann aber auch mehrere Fahrspuren vereinen, wenn sie nicht einzeln kontrolliert werden können.
Fahrzeugdetektor: meist ein Metalldetektor, der registriert, wenn ein Fahrzeug über ihn fährt.
feindlich: zwei ®Ampeln, ®Fahrwege oder ®Spuren heissen feindlich, wenn die zugehörigen ®Fahrwege mindestens einen gemeinsamen ®Konfliktpunkt besitzen.
Fremdschlüssel: Referenz auf den Wert einer anderen ®Tabelle: ein Feld darf nur Werte annehmen, die in der anderen Tabelle gespeichert sind.
FS: ®Fahrzeug-Sensor
Glied: ein ®Objekt zur Speicherung einer Zeile einer ®Tabelle. Glieder können zu einer ®Kette verhängt werden und so den Inhalt einer Tabelle geordnet abspeichern.
GRADESS: graphischer Discrete-Event-System-Simulator; das in diesem Buch vorgestellte Entwicklungssystem für Regelungen von Verkehrskreuzungen.
Graph: Linien und Punkte, die Zwischenlösungen und Übergänge zum Beispiel in einem Lösungsraum darstellen.
Grüne Welle: die Koordination einer Abfolge von ®Kreuzungen, die von Fahrzeugen ohne Anhalten durchfahren werden kann.
Haltepunkt: er befindet sich dort, wo der erste ®Teilnehmer vor einer ®Ampel anzuhalten hat. Er trennt ®Abschnitte voneinander.
Index: Ordnungskriterium der Zeilen einer Tabelle. Ist er eindeutig, so kann eine Zeile mit demselben Inhalt der Felder, die für das Ordnungskriterium gebraucht werden, nur ein Mal vorkommen.
Instanz: ein erzeugtes ®Objekt.
Kante: die Verbindung zweier ®Punkte eines ®Graphen.
Kette: Speicherung von ®Objekten (®Glieder genannt und Zeilen einer ®Tabelle darstellend) in einer linearen, vernetzten Struktur.
Klasse: der Bauplan zur Erzeugung eines ®Objektes.
Knoten: ein Punkt in einem ®Graphen.
Konfliktpunkt: er ist der Schnittpunkt meistens zweier ®Abschnitte. Die Konfliktpunkte einer ®Ampel umfassen alle Schnittpunkte des ®Fahrweges nach der Ampel mit anderen Fahrwegen.
Kreuzung: als Kreuzung wird das gesamte System bezeichnet, das zu regeln ist; mit allen ®Ampeln und ®Detektoren, welche die Zustände und vor allem Zustandsänderungen der Kreuzung melden können. Sie beginnt beim ersten Detektor, bei dem sich ®Teilnehmer anmelden, und hört dort auf, wo sie das System verlassen.
Mitläufer: eine ®Phase, die wegen des Grüns einer anderen Phase auch grün wird und dabei keinen Einfluss auf die ®Zwischenzeiten der ®Kreuzung hat.
Objekt: Einheit in einem Computerprogramm, dem eine spezifische Datenstruktur und ein eigenes Verhalten innewohnt (gemässe der Definition einer ®Klasse).
Pfad: eine Sequenz von ®Kanten in einem ®Graphen.
Phase: siehe ®Spur
Phasenkombination;: siehe ®Bild
Phasenplan oder Phasensequenz: eine unveränderbare Sequenz von ®Bildern, die sich zyklisch wiederholen kann, aber auch ein Stück einer Sequenz, das entweder in einen bestehenden Zyklus eingeschoben werden oder ungebunden zur Steuerung der ®Ampeln verwendet werden kann.
Primärschlüssel: eindeutiger Wert der Zeile einer ®Tabelle, mit welchem der Inhalt der Zeile wiedergefunden werden kann.
Progressionsgeschwindigkeit: Durchschnittsgeschwindigkeit von Fahrzeugkolonnen zwischen zwei Kreuzungen, die zu einer ®Grünen Welle koordiniert sind.
Pulk: eine zusammenhängende Fahrzeugkolonne, die sich auf der Strasse bewegt.
Räumzeit: siehe ®Zwischenzeit
Ressource: Bearbeitungsstation in einem Warteschlangen-System. Die Bearbeitung benötigt Zeit (die sogenannte ®Bedienzeit).
Schienenstromkreis: Sicherheitseinrichtung, damit eine Weiche nicht gestellt werden kann, wenn sich ein Tram auf ihr befindet.
Sensor: siehe ®Detektor
Server: siehe ®Ressource
Spur oder Phase: eine Spur ist eine unveränderbare Kombination von ®Ampeln, die miteinander geschaltet werden. Sie vereint möglicherweise mehrere Fahrwege.
SSK: ®Schienenstromkreis
Tabelle: Zusammenfassung von Zeilen mit gleichem Aufbau zu einer Liste.
Teilnehmer: alle Fahrzeuge wie Autos, Busse und Strassenbahnen, falls sie beobachtbar sind auch die Fussgänger.
Tiefensuche: Arbeitsweise eines Algorithmus in einem Lösungsbaum, der jeden eingeschlagenen Weg bis zum Ende verfolgt, bevor er den nächsten einschlägt. Das Gegenteil ist ®Breitensuche.
Tram-Sensor: meist ein Empfänger, der das Signal empfangen kann, das vom Sender in einem Tram abgestrahlt werden kann. Da die Reichweite des Signals sehr kurz ist, kann er erkennen, wenn das Tram ihn überfährt. Das empfangene Signal kann bezüglich Trägerfrequenz und Repetitionsrate ausgewertet werden, um die Liniennummer des Trams oder seine Abfahrtsbereitschaft aus einer Haltestelle zu erkennen.
TS-AB: ein ®Tram-Sensor, welcher die Abfahrtsbereitschaft eines Trams in einer Haltestelle erkennen kann.
TS-LC: ein ®Tram-Sensor, welcher die Liniennummer des Trams erkennen kann, das ihn gerade überfährt.
TS: ®Tram-Sensor
Umlaufzeit: wird eine ®Kreuzung nach einem festen ®Phasenplan gesteuert, so wiederholt sich die Sequenz nach der Dauer einer Umlaufzeit.
Umrüstzeit: Die Dauer, während welcher eine ®Ressource keinen ®Customer zur Bearbeitung aufnehmen kann, da sie für eine andere Bearbeitungsart vorbereitet wird.
Verkehrsdichte: mittlere Anzahl Fahrzeuge eines Strassenabschnittes pro Kilometer.
Verkehrsstärke: mittlere Anzahl Fahrzeuge eines Strassenabschnittes pro Stunde.
Versatzzeit: sind zwei ®Kreuzungen mit gleicher ®Umlaufzeit miteinander koordiniert (meist zur Erzeugung einer ®Grünen Welle), liegen die Anfangszeitpunkte der beiden Sequenzen um eine Versatzzeit auseinander (im Fall einer Grünen Welle ist die Versatzzeit gleich derjenigen Zeit, welche ein ®Teilnehmer benötigt, um die Strecke zwischen den beiden Kreuzungen zurückzulegen).
Vorbehalt: gibt an, wieviel Zeit für eine ®Spur noch verstreichen muss, bis jede beliebige andere Spur auf sie folgen darf.
Warteschlange: ein Puffer vor einer ®Ressource, welcher wartende ®Customer aufnehmen soll.
Weichenkontakt: ein Schalter, der von der Endlage einer Weichenzunge gestellt wird.
WK: ®Weichenkontakt
Zufahrt oder Zufahrtsweg: ®Fahrweg, der auf eine ®Ampel zuführt.
Zustandsautomat, zeitbehafteter: da ein gewöhnlicher Zustandsautomat nicht in der Lage ist, die Zeitdauer eines eingenommenen Zustandes darzustellen, kann man punktförmige Zustände und Zustände beliebiger Dauer neben punktförmigen Zustandsübergängen und Zustandsübergängen gegebener Dauer einführen. Mit einem zeitbehafteten Zustandsautomaten lassen sich die ®Ampeln einer ®Kreuzung nachbilden.
Zwischenstadium: eine Zwischenlösung im Baum der dynamischen Programmierung, die jedoch nicht als Teillösung interpretiert werden kann.
Zwischenzeit oder Räumzeit: sie ergibt sich aus den Abständen von ®Haltepunkt und ®Konfliktpunkt zweier ®Spuren und ist diejenige Zeit, die verstreichen muss, wenn von Grün für die eine Spur auf Grün für die andere umgeschaltet werden soll.
Zykluszeit: kleinste mögliche ®Umlaufzeit einer Kreuzung, die in eine ®Grüne Welle eingebunden ist.